Dienstag, 26. November 2013
Wenn du wüsstest...
Wenn du wüsstest, was ich weiß,
dann würdest du nicht so viel lügen.
Wenn du wüsstest, was ich weiß,
wüsstest du, dass du lügst.
Wenn du wüsstest, was ich weiß,
wüsstest du, dass ich weiß, dass du lügst.

Wenn du wüsstest, was ich weiß,
würdest du mir die Wahrheit sagen.
Wenn du wüsstest was ich weiß,
könntest du mich verstehen.

Oder du würdest mich noch weniger verstehen,
mir Vorwürfe machen,
mich nicht mehr mögen
und weggehen.

Deshalb ist es mir lieber,
dass du nicht weißt, was ich weiß,
dass du mich anlügst,
und bleibst.



Dienstag, 12. März 2013
Das wütende kleine Mädchen
Kennt ihr das Gefühl, wenn euch etwas nicht passt und euch etwas stört. Wut, Eifersucht, Neid und Abneigung steigen in einem auf. Vor allem Frauen werden dann zu kleinen wütenden Mädchen, die unbedingt ihren Willen durchsetzen wollen. Sie wollen, dass das, was sie so wütend macht, sofort eliminiert wird. Die gesamte Feuerkraft des Todessterns soll sich auf der Person oder der Sache entladen. Darth Vader höchst persönlich soll kommen und sie auslöschen. Erst dann würde sich das Gefühl des wütenden kleinen Mädchens einstellen. Schon allein die Vorstellung, dass das Problem durch eine fiktive Armee von Klonkriegern, Darth Vader und Jedirittern gemeinsam gelöst werden könnte, befriedigt das Hirn ungemein. Und dann fühlt man sich wieder gut. Das kleine wütende Mädchen schreit nicht mehr: „Ich will das nicht“ „Meins, meins, meins“ „Nö, nö, nö“. Es schläft und zwar ziemlich friedlich. Und man selbst wird wieder normal und merkt, dass man über dem Problem steht. Aber das hält meistens nicht so lange an wie man will^^ if you know, what i mean^^



Mittwoch, 9. Januar 2013
Eine erschreckende Erkenntnis
In den letzten Monaten habe ich eine merkwürdige Beziehung zu Kleidern entwickelt. Wahrscheinlich muss ich meine eher jungenhafte Kindheit nachholen. Ich kaufe sie nämlich maßlos. Manchmal sogar zwei in einer Woche. Letzten Monat habe ich mir ganze sechs Kleider gekauft, nur weil sie bezahlbar waren und hübsch aussahen. Folgende Gedanken spielen sich dann immer in meinem wirren Kopf ab: „Oh das is schön. Gibt’s das in meiner Größe? Oh ja gibt’s! Will ich das wirklich haben? Is echt schön. Aber brauch ich das wirklich? Es is wirklich schön… Aber da geb ich schon wieder Geld aus… Aber es is so hammer schön… Wann zieh ich das an? … Scheiß drauf, ich kauf’s!“
Ja und so gebe ich in letzter Zeit leidenschaftlich mein Geld aus. Aber zur letzten Frage: „Wann zieh ich das an?“ Das kann ich euch sagen oder besser gesagt, konnte ich bis vor zwei Stunden. In diesem Jahr (2013) wollen zwei meiner guten Freundinnen heiraten und dann habe ich wenigstens zwei Anlässe für meine Kleidersucht. Aber aus die Maus, jetzt kommt des Pudels Kern. Sagt die eine mir doch heute, dass sie sich getrennt hat. Und das war für mich wie ein Schlag ins Gesicht. Vor einem Jahr sprach sie noch von der großen Liebe und nun alles vorbei. Ich muss sagen, jetzt bin ich der festen Überzeugung, dass es sowas wie die große Liebe nicht gibt. In dem letzten Jahr sind so viele Beziehungen zu Ende gegangen. Meine eigene, die von guten Freunden, die von bitterbösen Feinden und trotzdem glaubte ich bis jetzt an die große Liebe. Dieser Glaube macht das Ende aber nur noch schlimmer. Man bildet sich große Schmerzen für eine große Liebe ein. Die Schmerzen sind aber immer dieselben. Oder andere denken es wäre schlimm für dich, aber eigentlich ist es gut so wie es ist. Ich seh es jetzt klar vor meinen Augen. Es gibt zwar verschiedene Arten von Liebe, aber nicht eine, die alles andere übertrifft. Das ist nämlich Quatsch. Und noch größerer Quatsch ist das Festhalten an dem Suchen oder Finden der großen Liebe. Entweder man liebt oder man liebt nicht. Es gibt nicht die einzig wahre große Liebe! Aber es gibt Liebe!

Und wieder stimmt es: Es irrt der Mensch, solang er strebt.